Was ist Working Equitation?
Working Equitation fasst die alten europäischen Arbeitsreitweisen zusammen. Sie stellt somit auch den Ursprung des Westernreitens dar. Die Tradition der Hirten, ein rittiges, verlässliches Pferd zu haben, welches gewohnt ist sich neuen Aufgaben zu stellen (Trailparcours) und gelassen in der Arbeit mit den Rindern zu sein, wird in dieser zeitgemäßen Prüfung zusammengefasst.
Die Prüfung besteht aus 4 Teilen:
- Der Rittigkeitsprüfung : anfangs beidhändig, fortgeschritten dann einhändig geritten,
- dem Trail: die Zuverlässigkeit im „Umgang“ mit den Hindernissen und die Durchlässigkeit werden bewertet,
- dem Speedtrail: Geschicklichkeit, Rasanz, Präzision!
- Und die Arbeit mit den Rindern, ähnlich dem Team Penning der Westernreiterei.
Geritten wird auf internationalen und nationalen Veranstaltungen.
Was ist die Faszination an Working Equitation?
Zu der Rittigkeit das ruhig, konzentriert und präzise an den Hilfen stehende Pferd und Trail wiederum Rittigkeit und Coolness im Speedtrail klar Rasanz aber es gewinnt in der Regel der, der schnell und präzise ist! In der Rinderarbeit die Interaktion der 3 unterschiedlichen Spezies- das „lesen können“ der Rinder.
Können Gangpferde denn alles?
Natürlich! Fast! Warum nicht! Die Rittigkeit wird im Tölt geritten, der Trail in freier Gangart idealerweise im Tölt, über den Speedtrail wird noch nachgedacht ( Vorschläge sind willkommen ) und die Rinderarbeit ist im Test. Aber „(Rinder-) lesen“ können Gangpferde sowie 3-Gänger.
Wo kann man Working Equitation reiten?
Im Süddeutschen Raum sind Gangpferde in El Rocio willkommen. In der neuen Anlage gibt es die Möglichkeit alle Prüfungsteile zu trainieren, auch die Rinderarbeit, zur Zeit jeden Donnerstag. Auch Zuschauer sind Willkommen!
Kosten pro Teilnehmer: 40€ inkl. cattlefee ca 1 std.
Freitag, 9. 9.2011,
Erstes Working Equitation Hausturnier für Gangpferde
Jeder der schon einmal von Working Equitation gehört hat, hat sie im Kopf - die Bilder von spanischen Pferden mit ihren traditionell gekleideten Reitern, wie sie kraftvoll und mit größter Präzision Lektionen der klassischen Dressur erfüllen, sich scheinbar spielerisch im Galopp um Tonnen winden oder gezielt ein Rind aus einer Herde lösen.
Und nun wollen wir, mit all jenen die daran interessiert sind, ganz gleich welchen Alters und unabhängig vom momentanen Ausbildungsstand der Pferde und ihrer Reiter, ein nicht länger nur noch gedankliches Experiment starten - wir hinterlegen das Bild des kraftvollen Spaniers mit dem eines töltenden Gangpferdes und stellen fest, dass die Verbindung beider Bilder nicht nur eine besonders geglückte sondern auch eine naheliegende ist: wollen wir in beiden Disziplinen die Beweglichkeit unserer Pferde gewährleisten, so kommen wir um umfassende und zielführende Gymnastizierung nicht herum. Aufmerksamkeit und Beweglichkeit sind sowohl beim energievoll töltenden Gangpferd, wie auch beim wendigen und gut an den Hilfen stehenden Pferd bei der Rinderarbeit die Basis und dem daraus entstehenden Spaß an der gemeinsamen Arbeit.
Die zu bewältigenden Aufgaben des Working Equitation, für die jeweilige Gangveranlagung des Pferdes adaptiert, sollen unabhängig vom Ausbildungsstand des Pferdes und seines Reiters, zu immer wieder neuen Zielsetzungen am gemeinsamen Ausbildungsweg führen, um gleichzeitig das Ziel des beweglichen und aufmerksamen Gangpferdes nicht aus den Augen zu verlieren.
Infos zu den Prüfungsaufgaben unter (+43)0664 3251042 – Gaby Pilger

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